Interior space model – LES QUATRE POINTS CARDINAUX

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Das Raumstrategie- Modell ist aus unterschiedlichen Hölzern handgefertigt und in 3 Ebenen gegliedert. Alle querrechteckigen Elemente verfolgen das klassische Vierseitenprinzip, mit Ausnahme der Kuppel, welche tetraedisch den oberen Abschluß der Gesamtkonstruktion andeutet. Thematisch orientieren sich die in alle 4 Himmelrichtungen beweglichen Plattformen der Mittelebene, als Hauptmerkmal des Modells an der Funktionsweise eines Kompasses. Die Tetraederpartien mit spitz auslaufenden Enden ergänzen die, als offene Raumarchitektur abstrahierte Darstellung, des durch Petrus Peregrinus de Maharncuria im Jahre 1296 erstmals beschriebenen Messinstrumentes zur exakten Bestimmung der Himmelsrichtungen.

Maßstab 1:25

This space- strategy- model is handcrafted from different woods and divided into 3 levels . All transverse rectangular elements following the classic four- lateral- faces- principle. Except for the dome, which indicates the tetrahedral upper end of the whole construction. All flexible platforms as the main feature of the model orient to the functioning of a compass and are able to gravitate into all directions. The peaked tetrahedron parts, abstractly designed as an open space architecture representation as well, draft the compass needle. The measuring instrument for the exact determination of the cardinal points has been described for the first time by Petrus Peregrinus de Maharncuria in 1296.

© by muskat18

SPIRABILE LUMEN

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Das formalistische Leuchtobjekt aus 4 unterschiedlichen Holzarten (Fichte, Buche, Bambus und Linde) adaptiert eine fiktive zweidimensionale, architektonische Planzeichnung und transformiert die Aufmaßdarstellung in einen dreidimensionalen Illuminationsgegenstand. Die traditionell quadratischen und rechteckigen Grundformen der klassischen Raumarchitektur sind unregelmäßig angeordnet und verfolgen konsequent das klassische Vierseitenprinzip. Das zentriert angelegte Leuchtmittel erzeugt außergewöhnliche Schattenwürfe, die das geometrische Formengefüge immateriell an Wand- und Deckenflächen fortführen, beziehungsweise ergänzen. Ein weiterer Gestaltungsaspekt ist die kulturhistorisch bedeutende Labyrinth-Darstellung, welche erstmals vor mehr als 3000 Jahren auf Kreta in Griechenland Erwähnung fand, in der Folgezeit in nahezu jeder Epoche weiter entwickelt wurde und sich vor allem zu Zeiten der Renaissance großer Beliebtheit erfreute . Das antike Universalgenie Daidalos entwickelte nach der Legende das erste Labyrinth, um den sagenumwobenen, todbringenden Minotaurus sicher zu verwahren. Nur Theseus gelang mit Hilfe des so genannten Ariadnefadens der Weg zurück ins Freie, nach dem er die halbmenschliche Kreatur besiegt hatte.

Material: Fichtenholz, Buchenholz, Bambus, Lindenholz

Abmaße: H32/B50/T40 (in cm)

This unique wooden lamp adapts outlines of a two-dimensional architectural layout for shapemorphing into an usable tri-dimensional luminescent object. SPIRABILE LUMEN creates atmosphaeric rays of lights and shadows in the dark but offers a great contemporary, timeless room performance at day as well.

Materials: Spruce wood, Beech wood, Bamboo, Lime wood

© by muskat18

POTSDAM

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Das Stadtteilmodell im Maßstab 1:500  zeigt den Potsdamer Innenstadtbereich und ist eine Auftragsarbeit, inklusive Schnitt- und Topografieplanung für einen renommierten Architekturwettbewerb. Die Grundplatte des Basismodells aus mit Birke furniertem Multiplex ist in 4 gleiche Teile unterteilt. Straßen, Wege und Fluss wurden hand-, die einzelnen Gebäudeteile CNC- gefräst.

 Abmaße: 20h x 100b x 150t (in cm).

This architectural model built at a scale 1: 500, shows the inner city of Potsdam. The base plate is divided into 4 equal parts, which are made of birch- veneered plywood panels.

Dimensions: 20h x 100w x 150d (in cm).

© by muskat18

GATE OF LIFE

Diese Arbeit entstand im Zuge der Baumaßnahmen des Gebäudekomplexes für den Suhrkampverlag in Berlin- Mitte – Ecke Torstraße / Rosa- Luxemburgstraße, Torstrasse 44 in 10119 Berlin.

An dem Objekt und den damit verbundenen Baustellensicherungsvorkehrungen, wurden adaptiv Papierbuchstaben appliziert, die einer einfachen Kabelträgerkonstruktion, in diesem Zusammenhang, eine, in unserer Gesellschaft als besonders tabubeladen geltende, neue Bedeutung verliehen.

Die unscheinbare Installation/ Applikation in mitten des pulsierenden Stadtgeschehens wurde für einen Monat zu einem symbolträchtigen Ort, der subtil implementiert und somit weitestgehend unbemerkt, die Banalität von Leben und Tod im Berliner Zentrum, darstellte.

Mit einer täglichen Frequentierung von im Durchschnitt ermittelten ca. 500 Personen, haben in diesem Zeitraum (durch absehbare, wechselnde Witterungsveränderungen – z. Bsp. Regen, Wind, etc…, sowie Vandalismus und regulärer Baustellenbetrieb, im Vorfeld temporär und endlich angelegt), in etwa 15000 Menschen jeder Altersgruppe symbolisch die Schwelle, je nach Laufrichtung vom Diesseits zu Jenseits oder umgekehrt vom Jenseits zum Diesseits beschritten.

Ein weiterer Aspekt der Arbeit war die unmittelbare, nach erfolgtem Transfer, stichprobenartige Benutzerbefragung, welche ergab, dass ca. 1/3 sich nicht im Klaren darüber waren, entweder gerade gestorben oder auferstanden zu sein, was vor allem auf das Fehlen Deutscher Sprachkenntnisse zurückzuführen war. Bei Nichtmuttersprachlern war zudem häufiger zu beobachten, dass diese die Installation, eher als pietätlos empfanden. Deutsche Protagonisten, insbesondere Berliner erkannten jedoch deutlich häufiger, sofort den zusätzlich, ironisch konnotierten Ansatz und den philosophischen, inhaltlichen Wert.

Das Torprinzip, welches in der Architektur- und Baugeschichte neben der Funktion als Zu- und Durchgangselement, weltweit in jedem Gebäude grundsätzlich in Tür- oder Portalform angewendet wird, erschien für die Darstellung des bezeichneten Diskurses als solches am Besten geeignet. Da in vielen Kulturkreisen die absehbare Endphase des Lebens, respektive der Moment des Ausscheidens aus dem biogenen, natürlichen Stoffkreislauf, oftmals eine pathetische, überbewertete Bedeutung aufgetragen wird, obwohl dieses Ereignis mehrere Millionen Male täglich und selbstverständlich stattfindet und weder ungewöhnlich, noch unnatürlich und somit keinesfalls negativ zu tabuisieren ist.

Die Allgegenwart der eigenen Endlichkeit wird in der westlichen Kultur im kollektiven Bewußtsein, während der gesamten Lebenszeit, aufgrund der momentverhafteten, zeitgeistabhängigen, überspontanen Lebensweise verdrängt und ist dann, paradoxerweise, jedoch kurz vor und nach dem Ableben häufig mit überbordenden Zeremonien, Ritualen und der Wunschvorstellung der Hinterbliebenen nach einer weiterführenden Existenz des Gestorbenen verbunden. Diese nicht belegte und damit afaktische, imaginäre Vorstellung eines ‚Jenseits‘ werden in einigen Weltanschauungen u.a mit Wiedergeburt und Auferstehung, sogar als plausibel erklärt. Nahezu alle Religionen sind auf dieses Szenario ausgerichtet worden, um zum Einen, wie beispielsweise sehr signifikant im Christentum, entweder die profane, einfache, banale Lebensphase in festgelegter Abfolge mit einem deutlich ´besserem` Dasein nach eben dieser zu rechtfertigen und zum Anderen, um das limitierte Lebensintervall von Individuen zu kontrollieren. Es warten Hölle oder Himmel, je nachdem, wie man sich verhalten hat- vergleichbar einem prämodernem Sozialkreditsystem, wie es heute bereits in China angewendet wird, um längerfristig Stabilität und Sicherheit gewährleisten zu können- jedoch auf Kosten der persönlichen Freiheit und der dynamisierenden Individualität.


ULTRAMUNDUS – JENSEITS / SAECULUM – DIESSEITS, projektabschließend als frei stellbares, interaktiv benutzbares Objekt konzipiert, greift den alltäglich stattfindenden Transfermoment, des Kommen und Gehens, Leben und Tod, auf und wurde in klassischer Rahmenbauweise aus in situ aufgefundenen Verschalungsbrettern der selben o.g. Baustelle gefertigt und vom Außen- in den Innenraum transportiert.

© by muskat18

:: Gebäudekomplex Suhrkamp- Verlag/ Berlin Mitte ::


MANTANEGRO

illumination object and exterior space model, based on the fictional story of a manta ray, cruising through the pacific ocean, discovering marine creatures, humans, plastic … .
our oceans are dirty, full of human rubbish, diving tourists and technical installations. but human beings are dependent on nature, like suckerfishes on larger marine animals… MANTANEGRO carries suckerhumans on his back like nature all of us.

#OURSEA
THE OCEAN CLEANUP

© by muskat18

BLACK SNOW CUBE

… different shapes of ice crystals and cubic limits. glacialogy is the sience of snow and ice.

The sekka zusetsu is a very detailed figure collection of 86 drawings, which display observation results of water droplets transformations into ice crystals. A microscopical view written in 1832 by an autodidact, who obsessively observed snowflakes- geometrically perfect shapes based on hexagons.

Doi Toshitsuras (1789- 1848) methodical observation procedure:

1 Put a black cloth out side at night, when it seems cold enough to snow. 2 Receive snowflakes with the cloth. 3 If you get snowflakes pick them up carefully and put into a black cup. 4 Be careful not to breathe on them and observe them with a microscope.


in the dawn, whales breathing out. just an ocean of frost.

Kato Gyôdai (1732- 1792)

A Japanese ‚haiku‘ poem is like a written screenshot. Haikus describe scenes, seasons, situations and generate emotions by aggregating nature phaenomena, objects, subjects and their interactions to moments of calming introspection and sensual perception.

© by muskat18